Die Nationale Tagung Velofachstellen fand am 24. Februar 2026 bereits zum vierten Mal statt. Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, dass der Austausch zwischen Kantonen, Städten und Bund zentral für die erfolgreiche Umsetzung des Veloweggesetzes ist.
Kantonale und städtische Velofachstellen spielen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung des Veloweggesetzes. Die Nationale Tagung Velofachstellen bietet hierfür eine etablierte Plattform, um Wissen zu teilen, Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsame Lösungen zu entwickeln.
Rund 100 Fachpersonen aus nahezu allen Kantonen sowie den grössten Schweizer Städten nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen auf allen Staatsebenen auszutauschen. Impulse aus der Praxis und der Branche, unter anderem durch Nathalie Schneitter von velosuisse, sowie vertiefende Breakout Sessions unterstützten den Wissenstransfer.
Die von SchweizMobil im Auftrag des Bundesamt für Strassen ASTRA organisierte Tagung leistet einen konkreten Beitrag zur Roadmap Velo. Sie stärkt die Koordination zwischen den Akteurinnen und Akteuren und fördert die praxisnahe Umsetzung von Massnahmen für einen sicheren und attraktiven Veloverkehr in der Schweiz.
Im Rahmen der Tagung gab Nathalie Schneitter von velosuisse Einblicke in die Perspektive der Velobranche. Im folgenden Interview spricht sie über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen für den Veloverkehr in der Schweiz.
- Welches wird aus deiner Sicht bei den Fahrrädern die wichtigste Entwicklung der kommenden Jahre sein?
Wir werden zunehmend Produkte in Serie verbaut sehen, die das Velofahren sicherer machen. ABS-Bremsen, automatisches Schalten, Radar-Rücklichter und vieles mehr. Auch Connectivity wird eine immer grössere Rolle spielen.
- Welchen Einfluss wird das auf den Veloverkehr in der Schweiz haben?
Das E-Bike Fahren wird dadurch noch smarter und intuitiver zu nutzen sein. Wenn die Velos der Zukunft mit den Autos kommunizieren können, wird das die Sichtbarkeit und Sicherheit der Velofahrenden enorm verbessern. Das heisst jedoch nicht, dass die Hausaufgaben der Netzplanung nicht auch gemacht werden müssen.
- Die E-Bike-Motoren werden immer stärker. Wie beurteilst du diese Entwicklung?
Die Motorenleistung hat je nach Leistungswert der 25km/h E-Bikes im letzten Jahr tatsächlich zugelegt. Ich freue mich einerseits über viel Dynamik und Innovation im Markt, sehe es aber andererseits auch mit einem wachsamen Auge. Es ist zentral, dass sowohl Velo wie auch E-Bike aktive Verkehrsmittel bleiben, die auch ihren Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten.
- Muss der Bund da irgendwann eingreifen?
Wir sehen momentan keinen Handlungsbedarf. Für uns ist der Handlungsbedarf dann gegeben, wenn der Status als aktives Verkehrsmittel in Gefahr ist. Für die Schweiz ist es zentral, dass Velos mit und ohne Motor gleichgestellt bleiben, betreffend Befahrung der Wege.